Bei einer Ionenbindung reagiert ein Metall mit einem Nichtmetall, heraus kommen Salze. Die Verbindung selbst ist eine chemische Bindung, bei der ein Kation sich mit einem Anion verbindet, welche sich elektrostatisch anziehen.

 

Dabei geht man davon aus, dass ein Element Valenzelektronen abgibt, wie zum Beispiel das Natrium (Na) und ein anderes Elektronen aufnimmt, zum Beispiel das Chlor (Cl+). Wichtig ist, dass die Verbindung am Ende neutral bleibt.

 

Die Reaktion wäre: Na+ + Cl > NaCl.

 

Eine Übersicht über häufig vorkommende Ionen gibt dabei die Liste des Tafelwerks.

 

Folgende Faustregel gilt bei dieser Reaktionsart: Die Valenzelektronen sind bei Metallen und Nichtmetallen an der Hauptgruppe erkennbar, bei Halbmetallen ist die Bestimmung dagegen schwieriger bzw. durch ein Elektronenniveaudiagramm herauszubekommen. Wer abgibt oder aufnimmt, lässt sich durch die Regel vorhersagen, dass oft nie mehr als drei Elektronen den „Besitzer“ wechseln.

 

Alkalimetalle verlieren ein Elektron (1. Hauptgruppe), Erdalkalimetalle verlieren zwei Elektronen (2. Hauptgruppe) usw., die Elemente ab der 5. Hauptgruppe nehmen Elektronen auf, sodass ein Element am Ende mit acht Valenzelektronen einen stabilen Zustand erreicht.

 


Haben beide Elemente unterschiedliche Ladungszahlen, so verwendet man die Kreuzregel: die Ladungen werden getauscht und dem anderen Element als Index hinzugefügt.

 

Beispiel gefällig?

 

Magnesium ist ein Metall in der 2. Hauptgruppe, gibt 2 Elektronen ab und hat nach diesem Vorgang eine positive Ladungsbilanz, wird zu einem Kation: Mg2+. Brom zu einem Anion, da negative Ladungsbilanz Br1-. Die 1 wird in der Chemie ignoriert, nach der Kreuzregel sieht die Reaktion folgendermaßen aus: Mg2+ + Br > MgBr2.