Kernzerfallsgleichungen hören sich wie vieles in der Chemie schwieriger an als sie es sind. Derartige Gleichungen besitzen 2 Bestandteile: Reaktanden, auch Edukte genannt und Produkte.

 

Ein Element wird oft in folgender Schreibweise dargestellt:

 

 

Dabei ist A die Massenzahl, X das Elementsymbol und Z die Kernladungszahl.

 

Der Einfachheit halber werde ich hier folgende Schreibweise anwenden: (A,Z)X.

 

Es gibt verschiedene Strahlungsarten und somit verschiedene Gleichungsarten. Alle haben sie jedoch gemeinsam, dass sie am Ende ausgeglichen sein müssen.

 

Der spontane Kernzerfall eines instabilen Kerns wird Radioaktivität genannt, aufgestellt werden Zerfallsreaktionen.

 

Diese sehen bei der Alphastrahlung wie folgt aus:

 

Ein Kern, z.B. Radon, zerfällt und setzt dabei ein Alphateilchen (4,2)He und ein Isotop frei. Die Grundgleichung sieht somit folgendermaßen aus:

 

(222,86)Rn > ? + (4,2)He.

 

? bekommen wir durch folgende Rechnung heraus:

 

A=222-4=218, Z=86-2=84. Die Kernladungszahl des Isotops beträgt 84. Im Tafelwerk lässt sich ablesen, dass dies ein Isotop des Radons sein muss.

 

So sieht die Gleichung am Ende aus:

 

(222,86)Rn > (218,84)Rn + (4,2)He.

 

Bei der Betastrahlung ist die Formel wie folgt zu bilden: frei wird ein Betateilchen. Die Formel muss am Ende genauso ausgeglichen werden wie bei der Alphastrahlung.

 

(A,Z)X > (A,Z+1) + (0,-1)e


 

Ähnlich geschieht dies bei der Positronenstrahlung, nur das (wie der Name schon sagt) ein Positron freigesetzt wird.
(A,Z)X > (A,Z-1) + (0,+1)e.

 

Eine weitere Form ist die der Elektronenaufnahme. Der Unterschied zu den vorherigen ist, dass es hier 2 Reaktanden und 2 Produkte gibt.

 

(A,Z)X + (0,-1e) > (A,Z-1)X + Röntgenstrahlung.

 

Der Kern nimmt das Elektron dabei im innersten Energieniveau auf.