Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten wie Heute, in der die Verschuldung der öffentlichen Haushalte neue noch nie dagewesenen Dimensionen erreicht und das Schreckgespenst „Inflation“ in den Köpfen der Menschen herumspukt, ist es nicht nur Anlegern wichtig, sich optimal gegen eine Inflation zu schützen. Der Fall Zypern hat gezeigt, dass heute noch als Sicherungsinstrumente angepriesene staatliche Regeln und Verpflichtungen über Nacht für nichtig erklärt werden, wenn dem Staat der Zahlungsausfall droht. Die Einlagensicherung ist so ein staatliches Versprechen, welches schnell nichts mehr wert ist, wenn eine Kettenreaktion in Gang gesetzt wird. Der gefürchtete „Bank Run“ blieb vorerst aus, aber Zypern ist ja auch nur ein kleiner EU-Mitgliedstaat. Aus den Lehren dieses Vorfalls kann man allerdings auch seine Lehren ziehen, nämlich wie schütze ich ich mich vor Inflation bw. Enteignung?

 

Sachwerte mit Inflationsschutz

 

Viele Anleger in Deutschland müssen umdenken, wenn Sie sich vor drohender Inflation schützen. Je mehr Geld der Staat druckt um Verbindlichkeiten und Rettungspakete für Pleitestaaten zu bezahlen, desto mehr Geld kommt in den Umlauf. Je mehr Geld bei gleicher Wirtschaftsleistung zu Verfügung steht, desto weniger wert wird die Währung. Dies ist die vereinfachte Erklärung von Inflation, die impliziert, dass alle Geldanlagen im Laufe der Zeit an „Inneren“ Wert verlieren. Man kann sich nur schützen, in dem man sein überschüssiges Geld und Bargeld in Sachwerte tauscht, die ihren Wert mehr oder weniger vor- während und nach einer Inflation behalten, egal in welcher Währung man gerade bezahlt. Eine Währung ist nichts anderes als Wertversprechen, das auf Vertrauen basiert. Dieses Vertrauen kann aber auch schnell schwinden und das Kartenhaus bricht zusammen. Als Sachwerte gelten in der Regel Aktien (Anteile an Unternehmen), Immobilien, Edelmetalle (Gold, Silber Palladium) und seltene Dinge wie Kunstwerke, Wein, Sammlerautos etc.

 

Vor Enteignung schützen

 

Da der Staat sehr einfallsreich sein kann, wenn er zahlungsunfähig ist, bleibt es weiterhin sehr schwierig sich vor einer staatlichen Enteignung zu schützen. Immobilien können mit einer Zwangshypothek belastet werden, Guthaben bei Banken über Nacht um mehrere Prozent reduziert werden. Selbst Gold oder Silber kann man mit einer Mehrwertsteuer versehen werden. Dennoch sollte man besser einer Enteignung entkommen, wenn man von allem etwas hat, als gar nichts davon. Goldbarren zu Hause sind besser als Goldbarren bei einer Bank. Von Dingen, von dem der Staat nichts weiß, kann er nichts nehmen. Drum gilt die Devise: Versuchen sie ihr Vermögen so breit wie möglich in verschiedenste Sachwerte zu streuen und verteilen Sie ihr Geld auf mehrere Banken. Wichtig: Überschreiten Sie bei keiner Bank den Betrag von 100.000 Euro (besser 50.000 Euro als Sicherheitspuffer).