Wie kann ich einen Bärlauch Vorrat für das ganze Jahr anlegen?

 

Leider ist die Bärlauch-Saison ja eigentlich schon vorbei. Deshalb kommt meine Anleitung etwas spät. Aber vielleicht gibt es hier und da noch ein paar lauschige Plätze, wo man ihn noch ernten kann. Dieses Jahr ist ja alles etwas verspätet! Und wenn Du keinen mehr findest, dann nutze meine Tipps einfach im nächsten Jahr.

Hier also meine 3 Empfehlungen, wie man die Bärlauch-Saison quasi über das ganze Jahr verlängern kann.

1. Bärlauch einfrieren

Dazu die frischen Blätter verlesen, waschen und in breite Streifen schneiden. Dann am besten auf einem Backblech oder einem Brett verteilen und so gefrieren lassen. Anschließend in Gefrierdosen umfüllen und natürlich bis zur Verwendung im Gefrierschrank aufbewahren. So ist die Menge gut dosierbar.
Man kann Bärlauch auch püriert einfrieren. Dazu einfach die pürierte Masse in Eiswürfelbehälter füllen und einfrieren.

2. Bärlauchpaste zur Aufbewahrung im Kühlschrank

Für die Paste (nicht Pesto!) frische Bärlauchblätter waschen, trockentupfen oder schleudern und grob hacken. Dann mit etwas gutem Oliven- oder Rapsöl und ein wenig Meersalz pürieren bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. (Auf 150 g Bärlauch etwa 120 ml Öl und je nach Geschmack 10 bis 20 g Salz verwenden.)


Die Masse in kleine Gläschen füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Ich persönlich finde diese Variante sehr praktisch, denn man hat jederzeit ein Bärlauch-Gewürz löffelfertig zur Hand. Würzen kann man damit fast alles, was nach Bärlauch oder Knoblauch schmecken soll, ob Soße, Salat, Butter oder Pasta – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Aber Vorsicht – sehr sparsam verwenden, der Geschmack ist sehr intensiv!

3. Bärlauch-Salz

Dazu nimmt man ca. 50 g frische Bärlauchblätter und 500 g grobes Meersalz. (Man kann auch feines Salz verwenden. Aber ich habe es mit groben Meersalz getestet, weil ich es lieber mag☺)
Die frischen, gesäuberten Blätter mit ca. 50 g des Salzes gut pürieren oder mixen bis eine cremige, fast flüssige Masse entsteht. Diese dann mit dem restlichen Salz in einer Schüssel gut vermischen. Ein Backblech oder großes Brett mit Backpapier belegen, das Salz darauf ausbreiten und im Freien trocknen lassen. Dazu sucht man sich am besten einen Tag mit viel Sonne aus, denn dann geht es am schnellsten. Bei mir hat es ungefähr 8 bis 10 Stunden gedauert.
Die Mühe lohnt sich auf alle Fälle. Das grüne Salz sieht nicht nur gut aus, es schmeckt auch toll! Und nett verpackt ist es auch super als kleines Geschenk oder Mitbringsel geeignet!
Mehr zum Thema Bärlauch auch auf meiner Webseite bauchfett-bikinifigur.com