Schon sehr lange zählt das Schnitzel zu den beliebtesten Fleischgerichten. Schon im 9. Jahrhundert kam es erstmals auf den Tisch. Damals wurde es mit Blattgold überzogen. Später wurde das teure Gold durch eine Hülle aus goldgelb gebratenen Brotkrümeln ersetzt. Das panierte Schnitzel fand somit seinen Einzug in verschiedenste Küchen. Besonders beliebt war es in Mailand, Mitte des 19. Jahrhunderts kam es dann nach Wien, wo es sofort zur Lieblingsspeise ernannt wurde.

Wie bereitet man ein Schnitzel perfekt zu?

 

Auf die Fleischqualität kommt es natürlich an. Darauf sollte man achten. Ein Wiener Schnitzel ist immer aus Kalbfleisch. Man kann aber auch Schweinefleisch oder Geflügel verwenden. Das schmeckt natürlich auch lecker. Für ein gutes Schnitzel reicht eine gute Fleischqualität alleine aber nicht. Schon beim Klopfen des Fleisches muss man vorsichtig sein.

 

Tipps zum

 

Schnitzel panieren

 

und Zubereiten

 


 

Das Fleisch muß Schnitzelform geschnitten werden oder fertig geschnitten gekauft werden. Das Fleisch zunächst gut abwaschen und auf ein Küchenpapier legen. Mit dem Küchenpapier wird das Fleisch nun möglichst vorsichtig abgetupft, bis die Schnitzel trocken sind. Die Fleischstücke nun einzeln vorsichtig in jeweils einen sauberen Gefrierbeutel geben und die Luft aus dem Beutel drücken. Das Fleisch kann nun spritzfrei mit einem Fleischklopfer weich geklopft werden. Somit vermeidet man, dass die Küche nachher voller Fleischsaft klebt. Hat man gerade keinen Fleischklopfer zur Hand kann man als Alternative auch ein Nudelholz oder eine Pfanne mit schwerem Boden nehmen. Der Gefrierbeutel sollte übrigens in etwa der Größe des fertig geklopften Schnitzels entsprechen. Die Gefrierbeutel muss man nachher allerdings wegschmeißen. Das Schnitzel sollte dünn geklopft werden (nicht dicker als 6 Millimeter). Manche Metzger übernehmen aber auch gleich das Klopfen, wenn man nachfragt. Dann erspart man sich diese Prozedur.

 

Die Schnitzel legt man nun nebeneinander auf eine Platte oder ein großes Teller, um sie mit Salz und Pfeffer beidseitig zu würzen. Dazu müssen die Schnitzel trocken sein, sonst haften die Gewürze nicht richtig.

 


Für die Panade benötigt man nun Mehl, Eier und Semmelbrösel, jeweils in einer eigenen Schüssel oder in einem eigenen Teller. Zuerst wendet man die Fleischstücke in Mehl, dann in die Eier eintauchen (das Ei muss vorher gut verquirlt werden) und abschließend in den Semmelbröseln wenden.

 

Nun in der Pfanne das Öl erhitzen. Olivenöl gibt den Schnitzeln einen besonderen Geschmack. Aber natürlich eignet sich auch jedes andere Pflanzenöl. Die richtige Temperatur des Fettes kann man mit Semmelbröseln überprüfen. Diese sollten sprudelnd im heißen Öl schwimmen. Wichtig ist das man ausreichend Öl verwendet. Das Schnitzel muß beim Eintauchen in der Pfanne komplett im Öl versinken. Die Panade wird dadurch knusprig und das Fleisch bleibt innen zart. Die Schnitzel müssen einmal gewendet werden. 3 Minuten pro Seite braten ist eigentlich ideal. Danach sollten sie auf Küchenpapier abgetropft werden.