Das Stimmen einer Gitarre ist unvermeidlich – vor allem, um die Freude an der Musik nicht zu schmälern…

 

Die Saiten, besonders, wenn sie neu aufgezogen sind, verstimmen ganz natürlich. Die Wetterlage, insbesondere Luftfeuchtigkeit und Temperatur haben starken Einfluss auf die Saiten und die Gitarre. Selbst das eigentliche Spiel auf der Gitarre verändert die Stimmung nach einer Weile, sodass man die Saiten unbedingt jedes Mal vor dem Musizieren und auch zwischendurch immer wieder stimmen sollte.

 

Fortgeschrittene Gitarristen benutzen gern die so genannte Flageolett-Methode (Stimmen mit Obertönen). Für Einsteiger empfiehlt sich jedoch die klassische Methode, bei der mittels Bünden gestimmt wird.

 

Grundsätzlich wird neben verschiedener so genannter Open Tunings, bei denen die leeren, nicht gegriffenen Saiten beim Anschlagen einen Akkord ergeben, meist die folgende Standardstimmung verwendet: Von der tiefsten (dicksten, obersten) Saite zur höchsten (dünnsten, untersten) Saite handelt es sich dabei um die Töne E-A-D-G-H-E. Zwei bekannte Merksätze oder Eselsbrücken für die Standardstimmung sind:

 

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Zunächst benötigt man einen verlässlichen Vergleichston. Das kann zum Beispiel sein:

 

  • von einer Stimmpfeife: Sie reproduziert genau die sechs Töne E-A-D-G-H-E, man kann jeden Pfeifton direkt mit der entsprechenden Saitenschwingung vergleichen.
  • von einer Stimmgabel: Sie erzeugt den Kammerton A mit 440 Hz, dieser entspricht dem A auf dem 5. Bund der höchsten (untersten) E-Saite.
  • von einem Computerprogramm, z.B. einem Smartphone-App oder ähnlichem
  • von einem anderen Musikinstrument, hierfür eignet sich am besten ein angeschlagenes Instrument, z.B. ein Klavier oder Glockenspiel bzw. Xylophon
  • von einem elektronischen Stimmgerät. Von diesem kann man unmittelbar die Tonhöhe der angeschlagenen Saite ablesen und korrigieren.

 


 

Die klassische Methode des Gitarre Stimmens mittels Bünden wird in folgende Schritte unterteilt:

  • 1. A 440 Hz mit Stimmgabel, Stimmpfeife oder Musikinstrument erzeugen.
  • 2. Zeigefinger der linken Hand auf 5. Bund der hohen (untersten) E-Saite: Der erklingende Ton nach Anschlagen der Saite muss dem A 440 Hz entsprechen. Den zur Saite gehörenden Wirbel dreht man nach rechts oder links, je nachdem, ob die Saite höher oder tiefer klingen soll.
  • 3. Finger auf den 5. Bund der H-Saite (zweite Saite von unten): Der angeschlagene Ton muss dem Ton der zuvor gestimmten, leer angeschlagenen E-Saite entsprechen.
  • 4. Finger auf den 4. Bund der G-Saite (dritte Saite von unten): Der angeschlagene Ton muss dem Ton der zuvor gestimmten, leer angeschlagenen H-Saite entsprechen.
  • 5. Finger auf den 5. Bund der D-Saite (vierte Saite von unten): Der angeschlagene Ton muss dem Ton der zuvor gestimmten, leer angeschlagenen G-Saite entsprechen.
  • 6. Finger auf den 5. Bund der A-Saite (fünfte Saite von unten): Der angeschlagene Ton muss der zuvor gestimmten, leer angeschlagenen D-Saite entsprechen.
  • 7. Finger auf den 5. Bund der E-Saite (oberste Saite): Der angeschlagene Ton muss dem Ton der zuvor gestimmten, leer angeschlagenen A-Saite entsprechen.

 


 

Diese Anleitung wurde bereit gestellt von www.zambomba.de – Musikinstrumente für Kinder, Gitarren, Trommeln und mehr

 

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