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Zu gegebenen Anlässen hält man eine Rede. Diese Tradition ist in den meisten Ländern verankert, wie allerdings und welche Worte dem Redner über die Lippen kommen dürfen, sollten und können, das variiert wie die Wettervorhersagen. Um zu wissen, wie Sie wirken möchten und wie Sie nicht wirken sollten, gibt es diverse Videos, Reden und Hilfsmittel. Der Wahlkampf in den USA wird nur durch große Reden und kleine, aber ebenso bedeutende Symboliken geführt.

 

Von den Profis lernen

 

Leider kann man die perfekte Rede nicht komplett bei https://www.meinunterricht.de aus dem Internet ziehen, denn nicht jede Rede passt auf jede Familie oder Feier. Aber man kann sich angucken, wie die anderen es handhaben, und natürlich auch ein paar Witze klauen. Gute Reden findet man vor allem in Filmen, so sagt der Held des Filmes „Die Hochzeitscrasher“ um eine Frau „rumzukriegen“, dass man ja sagt, dass die Menschen nur 10% ihres Gehirnes benutzen. Er aber glaubt, dass diese nur 10% ihres Herzens gebrauchen. Daraufhin schmilzt ihm die Frau förmlich in den Armen dahin. Geschickt eingebaut kann man so sofort die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen und alle Gäste dazu bewegen, zuzuhören.

 


 

Schlechte Reden dienen immer noch als schlechtes Beispiel

 

Von den Amerikanern lernen wir, wie wichtig der persönliche und individuelle Bezug ist. Während des Wahlkampfes wird immer auch die Ehe, die Liebe, die Familie thematisiert, immerhin haben wir alle Eltern oder Kinder oder beides und somit einen gemeinsamen Nenner, egal wie weit sonst die Lebensweisen der Menschen auseinander klaffen. Der amerikanische Zuschauer allerdings möchte in Ekstase schweben und fast weinen, wenn der Politiker spricht. Wenn ein deutscher Politiker solche Reden schwingt, wird er eine kurze Halbwertszeit besitzen.


Deshalb: Schauen Sie sich ihr Publikum an. Schmutzige Witze haben auf konservativen Feiern nichts zu suchen, ebenso kann man die Moralkeule bei einer jugendlichen Zeremonie getrost wieder einpacken, außer es ist ein guter Witz, geklaut von Mark Twain. „Liebe Jugendliche, bitte hört auf zu rauchen. Ich sage euch, ihr braucht weder Angst davor zu haben noch ist es schwer, ich habe es schon tausend Mal gemacht.“

 

Beleidigen Sie niemanden, schläfern Sie niemanden ein und streuen Sie ein paar Witze und Anekdoten ein. Es ist gar nicht so schwer und falls es doch schief geht, verweisen Sie auf den Alkohol, der jetzt getrunken werden darf, um zu vergessen.

Autorin: Antje Visconty