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Himbeere, Johannisbeere, Brombeere und Stachelbeere sind seit Jahrhunderten beliebte Nutzgehölze, die auf Grundstücken und in Kleingärten angepflanzt werden, weil sie gesunde und wohlschmeckende Früchte tragen. Mit der Apfelbeere macht sich nun eine vermeintlich „neue“ Gehölzfrucht auf den Weg, diesen etablierten Sorten den Rang abzulaufen. Das Rosengewächs, das über viele Ecken mit dem Apfel verwandt ist, bildet schwarzblaue bzw. dunkelrote Früchte, die wie Beeren aussehen, aber aus botanischer Sicht echtes Kernobst sind. Deshalb heißen sie Apfelbeeren. Parallel dazu hat sich der Name Aroniabeere etabliert.

 

Die wachsende Beliebtheit verdankt die Pflanze ihren gesunden Inhaltsstoffen. Viele Saft- oder Marmeladenhersteller bieten mittlerweile Produkte mit Aronia-Anteil an. Meist handelt es sich um Mehrfruchtmischungen, denn die Apfelbeere an sich ist noch zu rar, um sie als Massenware zu vertreiben. Im Gartenfachhandel steigt aber die Zahl an Aroniasetzlingen oder mehrjährigen, vorgezogenen Pflanzen, die Hobbygärtnern zum Selbstanbau angeboten werden.

 


 

Was ist beim Auspflanzen der Apfelbeere / Aroniabeere zu beachten? – Kurz gefasst: Eigentlich nicht viel. Und das ist der große Vorzug der Pflanze!

 

    • Sie hat keine besonderen Ansprüche an den Bodenzustand. Es reicht ein normal saurer oder basischer Boden aus, der nicht zu trocken ist. Eine mittlere Durchfeuchtung ist optimal. Mit einem Sand-/Lehmzusatz kann man die Drainage des Bodens verbessern und der Pflanze einen Gefallen tun. Staunässe gefährdet das Gedeihen.
    • Der Standort sollte nicht zu schattig sein. Halbschattig bis sonnig gefällt der Apfelbeere am besten. Dann kann sie ihre prächtige Blatt- und Blütenfärbung entwickeln.
    • Die Bewässerung kann sparsam ausfallen. In trockenen Sommern genügt in Abständen eine kräftige Wässerung, die den Boden aber nicht überfeuchten darf.
    • Die Erntezeit fällt in den September. Die Beeren können von Hand gepflückt werden, allerdings sollte man Handschuhe verwenden, weil sie stark färben. Die rohe Beere ist nicht jedermanns Geschmack. Am besten verarbeitet man sie zu Marmelade, Gelee, Trockenfrüchten oder Saft.
    • Das Schneiden von Apfelbeeren ist nur in Abständen von mehreren Jahren notwendig. Die Sträucher entwickeln eine Höhe von 1,5 bis 2 m. Und einen entsprechenden Umfang. Einen Rückschnitt verkraften sie ohne Weiteres. Da sie keine Dornen ausbilden, ist das Verschneiden bequem.
    • Die Überwinterung der Sträucher ist in unseren Breiten kein Problem. Ein leichter Frostschutz um Bereich des Stammes und eine Abdeckung der Erde im Wurzelbereich bringt perfekten Schutz, ist allerdings nur bei Dauerfrost von -15 bis -20 Grad Celsius notwendig.

 

Unter diesen Voraussetzungen ist die Apfelbeere praktisch für jeden Garten und Gärtnertyp geeignet. Wichtig ist nur, dass sie genug Platz zum Wachsen hat. Ein zweiter Strauch verbessert die Befruchtung, ist aber keine Voraussetzung dafür.