Wer einen eigenen Gartenteich bauen möchte, um Goldfische darin zu halten, der sollte einen Teich mit mindesten 1,2 m Tiefe haben. Nur bei einer ausreichenden Tiefe können die Goldfische auch den Winter über im Teich bleiben.

 

 

Zuerst muss ein Loch in der gewünschten Größe des Gartenteiches ausgegraben werden. Die Tiefe sollte wie gesagt mindestens 1,2 m betragen. Wer auch noch Teichpflanzen haben möchte, der sollte Absätze mit einbauen. In den Absätzen können später die Teichpflanzen gepflanzt werden. Durch die Absätze haben die Pflanzen genügend Halt, an einer einfachen Schräge, würden sie keinen Halt finden. Natürlich können auch direkt auf den Boden Pflanzen gepflanzt werden.
Nun werden entsprechend der Größe des Teiches Folie und Vlies gekauft. Den benötigten Bedarf errechnet man wie folgt:
(Teichbreite + 2 x Tiefe + 2 x 40 cm Überlappung/Ränder) x (Teichlänge + 2 x Tiefe + 2 x 40 cm Überlappung/Ränder) = benötigte Fläche an Teichfolie

 

Beispiel:
Ein Teichloch ist 4 m x 6 m und 0,8 m tief.
Beispielrechnung:
(4 m + 2 x 0,8 m + 2 x 0,4 m) x (6 m + 2 x 0,8 m + 2 x 0,4 m) = 6,4 m x 8,4 m = 53,76 m²

 


 

Auch wenn es sicher einige gibt, die Vließ für unnötig halten und denken, dass eine Teichfolie vollkommen ausreicht, rate ich dazu, auch Vließ zu verwenden. Der Vließ ist sozusagen eine Schutzhaut für die Teichfolie. Er verhindert, dass Steinchen, Baumwurzeln oder Mäuse Löcher in die Teichfolie machen. Wer einen dauerhaft dichten Gartenteich haben will, der sollte daher nicht auf Vließ verzichten.
Bevor nun die Teichfolie in dem Loch ausgelegt wird, sollte noch eine Schicht Sand darin ausgelegt werden. Darauf kommt dann der Vließ und erst danach folgt die Folie. Beim Auslegen sollte darauf geachtet werde, dass so wenig Falten, wie möglich entstehen. Umso glatter die Folie ist, umso besser.
Am oberen Ende der Teichfolie (am Uferrand) knickt man die Folie ein Stückchen um und legt sie in die Erde. Danach kauft man sich noch eine Ufermatte, welche am Ufer ausgelegt wird, um die Folie abzuschließen. Alternativ kann die Folie auch mit Pflanzen oder Natursteinen abgeschlossen werden.
Die 40 cm Rand, die beim Ausrechnen der benötigten Menge Teichfolie mit eingerechnet werden, ist sehr wichtig. Dieses Stück Teichfolie, welches umgeknickt wird, sorgt dafür, dass der Gartenteich nicht durch Erde, die in das Teichwasser ragt oder durch hineinwachsende Wurzeln leergesaugt wird.
Der Fachbegriff für diesen Abschluss ist „Kapillarsperre“.
Der Teich sollte mit Steinen oder spezieller Erde ausgelegt werden. Wenn man Steine verwendet, sollte darauf geachtet werden, dass keine spitzen Ecken vorhanden sind, welche die Folie beschädigen könnten.
Nun kann endlich das Wasser in den Teich eingelassen werden. Wenn der Teich voll Wasser gelaufen ist, können die Pflanzen eingesetzt werden. Dazu werden die Pflanzen zuerst in dafür vorgesehene Pflanztöpfe eingepflanzt und dann vorsichtig an die gewünschte Stelle im Gartenteich gestellt.


Wer Pflanzen auf dem Teichgrund haben möchte, sollte sich vorher gut überlegen, ob er die Pflanzen unbeschädigt in den Teich bekommt, wenn dieser voll Wasser gelaufen ist. Bei einem sehr tiefen Teich ist das nicht unbedingt einfach. Um dies zu vereinfachen, können die Pflanzen an solch tiefen Stellen bereits am Teichboden aufgestellt werden, wenn der Gartenteich noch nicht ganz voll ist und man noch gut an die gewünschte Stelle herankommt.
Nachdem die Pflanzen eingesetzt wurden, sollten sie mit Steinen befestigt werden. Einfach einige Steine um die Pflanztöpfe herumlegen, sodass sie einen besseren Halt bekommen.

 

Bevor nun aber die Fische in den Teich gelassen werden können, sollte der Teich 1 bis 2 Wochen stehen gelassen werden, damit sich Mikroorganismen absetzen können.