Obst am Spalier gibt es schon seit Jahrhunderten. Viel Liebe und Fachkenntnis ist dafür erforderlich. Man muss sehr viel Zeit investieren, der Versuch könnte aber trotzdem fehlschlagen. Äpfel und Birnen eigenen sich am besten als Spalierobst. Steinobst wie z.B. Kirschen oder Pfirsiche auch, jedoch nur in eingeschränkter Form.

 

Spalierobst anbauen

 

Als Ersatz für eine Hecke zur Gartenbegrenzung oder als Wandbegrünung wird Spalierobst oft verwendet. Interessant ist das auch für alle die wenig Platz im Garten haben und trotzdem nicht auf Obstbäume verzichten wollen. Entlang eines Schuppens oder einer Garage kann sich Spalierobst auch entfalten. Die Pflanzen sind außerdem geschützter als freistehende, wenn sie an einer Wand lehnen oder unter einem Vordach. Die Wand speichert Wärme und die Temperaturschwankungen sind dadurch geringer.

 

Möglichkeiten gibt es also viele. Viele verschiedene Formen sind denkbar, die im Prinzip durch den richtigen Schnitt entstehen. Früher war die strenge Palmettenform am beliebtesten, derzeit geht der Trend aber zu naturnahen Fächerformen über. Benötigt wird dazu immer ein Gerüst wie z.B. eine Hauswand, die den nötigen Halt bietet. Zur Befestigung werden meistens Holzleisten, Stahldrähte oder Edelstahlseile verwendet. Der Wandabstand sollte ausreichend zur Lüftung aber möglichst kurz sein (ca. 10-15 Zentimeter). Schwierig wird es dann nur bei einer anstehenden Sanierung der Hausmauer. In diesem Fall sollte man eventuell einige Zentimeter mehr frei lassen.

 


 

Gepflanzt wird der Baum als Spalierobst dann direkt vor dem Gerüst, genauso wie ein normaler Obstbaum. Im Idealfall sollten Pflanzen gesetzt werden die etwa ein Jahr alt sind. Diese lassen sich noch leicht formen und gleich ohne Schneiden in die richtige Richtung biegen. Am meisten Arbeit bereitet hier aber nicht das Pflanzen der Bäume, sondern das Schneiden im Frühjahr. Die Triebe kann man sehr gut im Sommer formen.

 

Am Besten informiert man sich zum Thema Spalierobst vorher eingehend, besucht Kurse oder fragt Experten um Rat. Es ist sehr schwierig die Triebe der Pflanzen am Gerüst in die gewünschte Form zu bringen.