Diese lästigen Biester.

 

Wie sicherlich viele andere, werdet auch ihr irgendwann mal mit dem Problem zu kämpfen haben, dass eine riesige Fliege, welche nicht gerade leise brummt, durch euer Zimmer flattert und einen auf Pearl Harbor macht und sich (bei Computerbenutzern) die meißte Zeit vor dem Monitor aufhält.

 

Nun möchte ich euch einen kleinen Trick verraten, wie ihr diese Plagegeister recht effektiv und mit einer hohen Erfolgschance loswerden könnt. (meine Trefferrate liegt bei etwa 30%)

 

Zuerst braucht ihr ein Geschirrhandtuch. Ideal sind dabei die älteren. Mikrofaser-Tücher eignen sich aufgrund ihrer „weichheit“ nicht dazu.

 

Solch ein Baumwoll-Geschirrhandtuch ist ideal.

http://www.heinz-hepp.de/mediac/400_0/media/DIR_24733/Geschirrhandtuch.jpg

 

Zur Effektverstärkung kann man auch ein leicht angefeuchtetes (NICHT nasses!) Geschirrhandtuch nehmen. Idealerweise eignet sich dazu ein schon Verwendetes.

 

Vorbereitung:

Ihr müsst das Geschirrhandtuch erstmal korrekt in die Hand nehmen. Dazu nehmt ihr eine Ecke des Handtuches in die hand und lasst es erstmal herabhängen. Nun schwingt ihr es leicht so, dass es sich selber verdreht.
Genau dann, wenn sich das Tuch so stark verdreht hat, dass der Eigenschwung nicht mehr ausreicht, um es weiter zu verdrehen und es sich „zurückdrehen“ würde, nehmt ihr die untenhängende Ecke und legt sie nun mit in die Hand zu der ersten Ecke.

 

Somit habt ihr ein etwa 30 bis 35 cm langen „Schlagsack“, welcher am Ende recht schwer, aber an der Spitze leicht in der Hand zu halten ist.

 

Der Schlag an sich:

Ein Schlag mit desem „Fliegen-Mordinstrument“ muss erstmal geübt sein. Denn der Schwung aus dem Schlag kommt nicht aus der Schulter, sondern lediglich aus dem Unterarm.

 

Hier eine kleine Skizze, wie die Ausgangsposition ist und wie der Schlag dann vonstatten geht und wo der „effektivste“ Punkt ist.

 

http://z01.img-up.net/schlagskizz1pz.png

 

Haltet also die beiden Enden des verdrehten Tuchs in der Rechten hand und mit der Linken haltet ihr das Ende des Tuchs fest und haltet es nun leicht straff!

 

Die Jagd selber:

Um jetzt eine Fliege zu erschlagen, brauchts nicht viel. Es braucht nur eine günstig sitzende Fliege. Möglichst natürlich nicht gerade auf nem Glastisch oder was zerbrechlichem. Zum Beispiel an der Wand ist gut. Wenn ihr eine solche Fliege gefunden habt, geht LANGSAM näher heran, wartet, bis sich die Fliege wieder „putzt“ und versucht dann, möglichst ohne große Bewegungen, einen schnellen Schlag wie oben im Bild angezeigt, auszuführen. Um die Zielgenauigkeit zu steigern, solltet ihr vorher ein paar Testschläge machen. Denn das genaue Zielen ist hier wichtig.

 

Die Jagd der fliegenden Fliegen:

Fliegende Biester sind am grässlichsten. Da diese fast nie landen. Aber die kann man auch bekommen. Fliegen fliegen meißt immer eine ähnliche Bahn. Und meißtens auch in Schlängel-Linien. So beobachtet die Bahn der Fliege und versucht mit einem schlag in diese Bahn einzugreifen. Es ist zwar wesentlich schwieriger als das Treffen einer sitzenden Fliege, jedoch ist das bei manchen Fliegen erforderlich.


 

Der Vorteil dieser Küchentuch-Variante ist, dass die Fliegen dann nicht eklig an Fensterscheiben oder Wänden „kleben“, sondern „erschalgen“ zu Boden fallen. Diese kann man dann ohne großes Tärä entweder wegfegen oder wegsaugen.

 

Ich hoffe, dass ich einigen geplagten Seelen mit diesem Tutorial Frieden verschaffen konnte.

 

Euer
JuliusCaesarIV