Lärmbelästigung ist der häufigste Grund für Beschwerden zum Ausbau von Infrastrukturen und ebenso gerne ein Grund für Streitigkeiten zwischen Nachbarn. Neben der situativen Störung, die durch laute Geräusche entsteht, ist auch die Langzeitdimension ernst zu nehmen: Denn regelmäßiger und dauerhafter Lärm kann eine Krankheitsursache sein.

 

Wenn man keinen Einfluss darauf nehmen kann, die Ursachen für die störenden Geräusche zu beseitigen, ist es ein gangbarer Weg, die Schallisolierung der eigenen vier Wände zu verbessern. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die selbst in Mietwohnungen ohne Probleme selbst umgesetzt werden können. Doch zuerst sollte die Einverständniserklärung des Vermieters vorliegen! Er kann darauf bestehen, dass die Schallisolierung im Falle eines späteren Auszugs wieder entfernt wird.

 

Die beste Option zum Ausbau der Schallisolierung ist das Anbringen von Schalldämmplatten. Diese werden in verschiedenen Materialien angeboten, z.B. aus Schaumstoff, Glaswolle, Hanf oder Holz. Die Hersteller müssen angeben, welche Schalldämmwerte durch sie erreicht werden. In bester Ausführung erreicht man buchstäblich Tonstudioqualität: kein Schall tritt nach außen, kein Geräusch in den Raum. Man sollte beim Kauf darauf achten, dass die Dämmung nicht selbst die Wohnqualität verringert.

 

Eine beliebte Maßnahme zur Verstärkung von Wänden ist das zusätzliche Anbringen von Rigipsplatten. Hierdurch kann ein Zwischenraum zur eigentlichen Wand geschaffen und verkleidet werden, der Platz für Dämmstoffe bietet. Die Maßnahme kann prima mit einer fälligen Renovierung verbunden werden.

 

Eine weitere Möglichkeit zur Schallisolierung von Wänden bietet sich in Form von Schalldämmplatten. Diese lassen sich mit einem normalen Fliesenkleber auf jeder tragfähigen Putzfläche anbringen. Auf diese Weise können die Schalldämmwerte aller Innen- und Außenwände, ob Massiv- oder Leichtbau, nachträglich verbessert werden. Einige Ausführungen der Platten können auch auf Holzwänden oder Zimmertüren aufgebracht werden, sodass es im Prinzip keine Schwachstellen mehr gibt.