Ich habe gerade die Kurzanleitung Aufkleber Reste entfernen gelesen und möchte diese um ein paar wissenswerte Informationen erweitern, bzw. ergänzen.

 

Wie Du dort nachlesen kannst ist es recht einfach, Reste eines Aufklebers zu entfernen. In obigem Beispiel wurde das mit Margarine realisiert.  Aber was, wenn man keine Margarine im Haus hat? Wegen der paar Reste an Kleber schnell zum Discounter und eine Margarine kaufen? Und wenn Du das tatsächlich tust, was machst Du mit dem Rest der Margarine, wenn Du doch normalerweise (aus welchen Gründen auch immer) gar keine Margarine verzehrst…?

Und überhaupt, warum muss man unbedingt Margarine dafür verwenden?

 


 

Muss man nicht. Margarine ist nur eines von vielen wirksamen Mitteln gegen die Reste des hartnäckigen Aufkleber, die da so unschön kleben. Jedes flüssige, jedes zähflüssige und auch jede Art von Masse mit sämiger Konsistenz eignet sich dafür, die gängigsten Arten von Kleber zu entfernen. Das eine Produkt funktioniert besser, das andere schneller, und ein anderes dauert länger, ist aber langfristig zuverlässiger. Wichtig ist, dass es eine Kriecheigenschaft hat und die verwendete Art von Kleber, bzw. der Aufkleber selbst diese Eigenschaft nicht-, oder nur bedingt hat.

 

Fette, die in Spülmittel enthaltene Seife und Öle haben sehr gute Kriecheigenschaften. Je nach Konsistenz kann das Kriechen länger dauern. „Was faselt der da von kriechen? Sind wir hier beim Bund?“ – Nein, aber der Kleber geht eine Verbindung mit dem Material ein. Oft sind es viele kleine Zapfen, die beide Materialien zusammen halten. Zwischen diesen Zapfen befindet sich die Essenz des Lebens (und des Todes wenn es mal wieder Bohnen gab) – Luft. Wenn wir eines der Fette, en droppen Spülmittel oder eine andere seifen-, respektive ölhaltige Substanz zuführen, dann breitet sich diese aus. Sie kriecht in die Lufträume hinein. Ja und jetzt? Jetzt entsteht ein Kampf zwischen den dünnen Zapfen der Reste des Klebers und dem allgegenwärtigen, mächtigen Fett in unserer Margarine, in Mamas Butter, im Spülmittel oder in Papas teurem WD40.

Da sich die Masse des Fetts aneinander bindet, nimmt es die Rolle unserer Bundeswehrsoldaten ein, die mit aller Wucht gegen die Reste des Klebers pressen.

 

Jetzt einen halben Liter Öl übergießen bewirkt aber nicht sonderlich viel. Vielleicht beginnt der Aufkleber tatsächlich, auf dem Öl zu schwimmen, aber da sich das Öl (und dessen Kraft) nun auf der Öl-Lache ausbreiten würde, wäre das Ganze wahrscheinlich nur eine dicke Sauerei im Badezimmer.

 


 

Aufkleber und Kleber Reste entfernt man immer mit der richtigen Menge. Lieber mit etwas weniger anfangen, oft reicht beispielsweise ein halber Tropfen Öl. Und bitte bei pflanzlichem Öl die Reste wegwischen, sonst wird Papa böse und sagt Mama, dass die Socken dauernd am Boden kleben bleiben.

 

Übrigens, bei einfachen Klebern geht das auch mit einem simplen Fön oder einem Glas (bei direktem Sonnenkontakt). Die Luft erwärmt sich und dehnt sich aus. Auch die zwischen dem Kleber. Gleichzeitig bewegen sich die Teilchen des Klebers schneller. Der Kleber wird weich und schmierig.  Für den Rest die bewährte Technik oder einen Keramikschaber.

 

Ende der Kommunikation 🙂